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...Begriffsdefinitionen und Abkürzungen...

Die aufgeführten Definitionen basieren teilweise auf div. Standards und sind für das HRZ hier als Hilfestellung definiert. 

BegriffDefinition
24/7

Definiert, dass ein Service rund um die Uhr, das heißt jeweils 24 Stunden am Tag an sieben Tagen die Woche für 365 Tage im Jahr verfügbar ist. (24x7xAn365)

1st-Level-Support

Bezeichnung für die erste Instanz, welche für Beratung und Entgegennahme von Service Anfragen, Problem- bzw. Störungsmitteilungen in direktem Kund*innenkontakt steht. Der 1st-Level-Support umfasst das Sammeln von Erstinformationen über einen Telefonanruf, E-Mail oder Service-Portal-Eintrag und die Bereitstellung von Helpdesk-Support. Er kann ohne Einschränkung einige oder alle der folgenden Punkte umfassen: (1) Beantwortung der Produktinstallation, (2) Konfigurations- oder Verwendungsfragen, (3) Sammeln von anfänglichen Problem- / Fehlerinformationen, (4) Isolieren von Problemen, (5) Identifizieren und/oder Bereitstellen von Standardfixes und (6) Beheben bekannter Probleme und/oder (7) Eskalieren ungelöster Probleme an den 2nd-Level-Support.

2nd-Level-Support

Bedeutet ein höheres Maß an technischem Support und Ferndiagnose als der 1st-Level-Support, welches unter anderem Folgendes umfasst: (1) Problemisolierung, (2) Identifizierung und Replikation und/oder (3) Bereitstellung von Standardkorrekturen und Problemumgehungen für bekannte Probleme, (4) Bereitstellung von Abhilfemaßnahmen (Workarounds) für neue und bekannte komplexe Probleme und/oder (5) Eskalation ungelöster komplexer Fehler, um formelle Korrekturen für den 3rd-Level-Support zu erhalten. 2nd-Level-Support wird nur "remote" angeboten.

3rd-Level-Support

Bedeutet ein höheres Maß an technischem Support als 2nd-Level-Support, das vom Engineering (in der Regel von Drittanbietern) bereitgestellt wird. Der Support umfasst folgende Punkte, ist jedoch nicht darauf beschränkt: (1) Problemisolierung und -identifizierung und (2) Replikation komplexer Probleme und/oder (3) Bereitstellen neuer Lösungen und Problemumgehungen für Probleme, (4) Bereitstellen von Abhilfemaßnahmen für neue und bekannte komplexe Probleme, (5) Beheben von Problemen, die formale Lösungen erfordern, basierend auf internen Kenntnissen der Produkte und Zugriff auf den Produktquellcode. 3rd-Level-Support wird nur "remote" angeboten.

Anwender*in (auch User)

Eine Person, die einen IT Service im Rahmen ihrer täglichen Aufgaben einsetzt. Anwender*innen sind von Kund*innen zu unterscheiden, da manche Kund*innen die IT-Services nicht unmittelbar nutzen.

Anwendung / Applikation

Software, die die von einem IT-Service benötigten Funktionen bereitstellt. Jede Anwendung kann Teil eines oder mehrerer IT-Services sein. Eine Anwendung wird auf einem oder mehreren Servern oder Clientsystemen ausgeführt.

Asset-Management

Eine generische Aktivität oder ein generischer Prozess, die bzw. der für die Verfolgung und das Berichten der Werte und Besitzverhältnisse von Assets während ihres gesamten Lebenszyklus verantwortlich ist.

Audit

Formale Überprüfung und Analyse, um festzustellen, ob ein Standard oder ein Satz an Leitlinien eingehalten wird, ob Records korrekt sind oder ob die Ziele in Bezug auf die gewünschte Effizienz und Effektivität erreicht wurden. Ein Audit kann von internen oder externen Gruppen durchgeführt werden.

Ausfall

Verlust der Fähigkeiten, den Betrieb gemäß den Spezifikationen aufrechtzuerhalten oder den erforderlichen Output zu liefern. Der Begriff „Ausfall“ kann in Bezug auf IT-Services, Prozesse, Aktivitäten, Configuration Items etc. verwendet werden. Ein Ausfall führt häufig zu einem Incident.

Auswirkung

Ein Maß für die Folgen eines Incidents, Problems oder Changes auf die Geschäftsprozesse. Die Auswirkung basiert häufig darauf, inwieweit Servicelevel betroffen sind. Mithilfe der Auswirkung und der Dringlichkeit erfolgt die Zuweisung einer Priorität.

Backup (Sicherung)

Kopieren von Daten zum Schutz vor Verlust der Integrität oder zur Sicherstellung der Verfügbarkeit der ursprünglichen Daten.

Bedienter Betrieb

Der bediente Betrieb bestimmt die Zeit, in dem Servicemitarbeiter*innen für den*die Auftragnehmer*in während der regulären Arbeitszeit verfügbar sind.

Bereitstellung

Die Bereitstellung bezeichnet das Zurverfügungstellen von verschiedensten Services und Objekten (z. B. Clients, Drucker, aber auch Reports, Backups, Rohdaten). Die Beschaffung von Hard- und Software ist nicht Teil der Bereitstellung, es sei denn, es ist in einem SLA/Servicekatalog explizit beschrieben.

Best-EffortEine Leistung erfolgt nach größtmöglicher Bemühung.
Best-Practice

Eine Arbeitsweise, deren Einsatz in mehreren Organisationen nachweislich zum gewünschten Erfolg geführt hat.

Betriebshandbuch (BHB)

Im Betriebshandbuch sind alle Aufgaben, Handlungsanweisungen, Arbeitsanweisungen und sonstige Regelungen enthalten, die sich aus der jeweiligen Kund*innensituation ergeben. Das Betriebshandbuch bildet die Systembeschreibung, die regelmäßig aktualisiert werden muss.

Betriebszeit

Innerhalb der Betriebszeit stehen die Systeme uneingeschränkt zur Verfügung. Die Betriebszeit beträgt 24/7 mit Ausnahme von vereinbarten Wartungsfenstern.

Calls, Support- und Incident-Tickets

Ein Call wird definiert als Interaktion zwischen dem Serviceprovider und dem/der Anwender*in. Der Call ist unabhängig vom Medium und kann in Form eines Telefonanrufs, einer E-Mail, einer Webschnittstelle oder eines Faxes erfolgen. Dokumentiert wird er als Ticket im Ticketsystem. Ebenso wird eine definierte Systemmeldung, die eine Systemstörung ausweist, im Rahmen der Systemüberwachung als Incident-Ticket erfasst. Nicht in jedem Fall resultiert aus einem Call ein Incident-Ticket (z. B. bei Systemausfall, bei dem mehrere Anwender*innen gleichzeitig dasselbe Problem haben). Mit einem Support-Ticket werden die Leistungen im Rahmen des Anwender*innen-Supports dokumentiert.

Change

Hinzufügen, Modifizieren oder Entfernen eines Elements, das Auswirkungen auf die IT-Services haben könnte. Der Umfang sollte Changes an allen Architekturen, Prozessen, Tools, Messgrößen und Dokumentationen genauso einschließen, wie Changes an IT-Services und anderen Configuration-Items.

CMYK-Farbmodell

Beim CMYK-Farbmodell werden die Grundfarben Cyan (Türkis), Magenta und Gelb vermischt. Alle Farben zusammen ergeben theoretisch Schwarz. Weil es sich bei Cyan, Magenta, Gelb nicht um "reine" Farben handelt, entsteht tatsächlich ein dunkler Grün-Braunton. Deshalb wird als vierte Farbe noch Schwarz verwendet ("K" = Key, Schlüsselfarbe).

Compliance

Sicherstellen, dass Folgendes eingehalten wird: Standard, Satz an Leitlinien, ordnungsgemäße, konsistente Nachweise oder andere Practices.

Configuration-Item (CI)

Alle Komponenten und andere Service-Assets, die gemanagt werden müssen, um einen IT-Service bereitstellen zu können. Informationen zu den einzelnen CIs werden in einem Configuration Rekord innerhalb des Configuration-Management-Systems erfasst und über den gesamten Lebenszyklus hinweg vom Service-Asset and Configuration-Management gemanagt. Configuration-Items unterstehen der Steuerung und Kontrolle des Change-Managements. CIs umfassen vor allem IT-Services, Hardware, Software, Gebäude, Personen und formale Dokumentationen, beispielsweise zum Prozess und SLAs.

Configuration-Management-Database (CMDB)

Eine Datenbank, die verwendet wird, um Configuration-Records während ihres gesamten Lebenszyklus zu speichern. Das Configuration-Management-System managt eine oder mehrere CMDBs, und jede CMDB speichert Attribute von CIs sowie Beziehungen zu anderen CIs.

CRM

Customer-Relationship-Management, kurz CRM (Kundenbeziehungsmanagement), bezeichnet die systematische Gestaltung der Kund*innenbeziehungsprozesse. Die dazugehörende Dokumentation und Verwaltung von Kund*innenbeziehungen ist ein wichtiger Baustein und ermöglicht ein verbessertes Marketing. Mittels CRM werden diese Kund*innenbeziehungen gepflegt.

Drittdienstleister

Eine Drittpartei, die für die Bereitstellung von Waren oder Services verantwortlich ist, die für die Erbringung von IT Services benötigt werden. Zu den Suppliern zählen u. a. Hardware- und Softwareanbieter, Netzwerk- und Telekommunikationsanbieter oder Outsourcing-Organisationen.

End-of-Life (EOL)

Gemeint ist die Zeit, ab der ein Produkt nicht mehr vom Lieferanten unterstützt/supported wird. In der EOL-Periode kann der Support für ein Produkt als "reduzierter Support" durch die interne IT ggf. angeboten werden.

GatewayZugangspunkt für den/die Nutzer*in, über den ein sicherer Zugriff auf interne Ressourcen ermöglicht wird. Der Nutzer wird am Gateway authentifiziert und für den Zugriff autorisiert.
Gigabyte (GB)

Maßeinheit für ein Datenvolumen. Ein Gigabyte entspricht einer Kapazität von 1.073.741.824 Bytes.

Incident

Eine nicht geplante Unterbrechung eines IT-Service oder eine Qualitätsminderung eines IT-Service. Auch ein Ausfall eines Configuration-Item ohne bisherige Auswirkungen auf einen Service ist ein Incident.

Beispiel: Ein Ausfall einer oder mehrerer Festplatten in einer gespiegelten Partition.

Informationstechnologie (IT)

Der Einsatz der Technologie zum Speichern, zur Kommunikation und zur Verarbeitung von Informationen. Die Technologie schließt in der Regel Computer, Telekommunikationseinrichtungen, Anwendungen und andere Software ein. Die Informationen können allgemeine Geschäftsdaten, Sprachdaten, Abbildungen, Videos etc. umfassen. Die Informationstechnologie wird häufig eingesetzt, um Geschäftsprozesse durch IT-Services zu unterstützen.

IT-Service

Ein Service, der von einem IT-Serviceprovider bereitgestellt wird. Ein Service wird durch eine Kombination von Informationstechnologie, Menschen und Prozessen gebildet. Ein kund*innengerichteter IT-Service unterstützt direkt die Geschäftsprozesse eines oder mehrerer Kund*innen und seine Servicelevelziele sollten in einem Service-Level-Agreement definiert werden. Andere, unterstützende Services genannte IT-Services werden nicht direkt durch das Business genutzt, werden aber durch den Serviceprovider benötigt, um kund*innengerichtete Services zu liefern.

IT-Serviceprovider

Ein Serviceprovider, der IT-Services für interne oder externe Kund*innen bereitstellt.

IT-Infrastruktur

Die Gesamtheit der Hardware, Software, Netzwerke, Anlagen etc. die für die Entwicklung, Tests, die Bereitstellung, das Monitoring, die Steuerung oder den Support von IT-Services erforderlich sind. Der Begriff „IT-Infrastruktur“ umfasst die gesamte Informationstechnologie, nicht jedoch die zugehörigen Mitarbeiter*innen, Prozesse und Dokumentationen.

IT-Notfall (K-Fall)

Ein IT-Notfall oder K-Fall (Katastrophenfall) liegt vor, wenn (mindestens) ein die zentralen Geschäftsprozesse beeinflussender IT-Dienst für einen nicht absehbaren oder absehbar zu langen Zeitraum nicht erbracht werden kann, sowie für diesen kein direkter  Ersatzdienst / kein Ersatzsystem zur Verfügung steht. Die K-Fall Vorsorge minimiert durch geeignete Maßnahmen die Eintrittswahrscheinlichkeit eines K-Falls.

Known-Error

Ein Problem, für das die Ursache und ein Workaround dokumentiert wurden. Das Problemmanagement ist verantwortlich für Erstellung und Management von bekannten Fehlern während ihres gesamten Lebenszyklus. Known-Error können auch von der Entwicklung, dem Hersteller oder den Drittdienstleistern identifiziert werden.

Material

Der Begriff „Material“ wird im Zusammenhang mit einer Bestellung oder Rechnungsstellung verwendet. Es steht als Synonym für eine definierte Leistung aus dem Leistungsarten- oder Produktkatalog mit einem dazugehörigen Preis.

Monitoring (Überwachung)

Wiederholte Beobachtung eines CI, IT-Service oder Prozesses und Dokumentation des Status oder Zustands.

Patch

Eine Softwareänderung, die von einem Lieferanten (Hersteller) entwickelt wurde, um ein bestimmtes Verhalten von Hardware und/oder Software zu überwinden, und die auf der Website des Lieferanten heruntergeladen werden kann.

Siehe auch Update und Upgrade

Performance (Leistung)

Ein Maß dafür, was von einem System, einer Person, einem Team, einem Prozess oder einem IT-Service erreicht oder bereitgestellt wird. „Performance“ bezeichnet den technischen, messbaren Leistungsbegriff, etwa für die Geschwindigkeit eines Servers oder den Durchsatz von Daten. Für nicht technische Assets, Ressourcen und Mitarbeitende wird der Begriff „Leistung“ verwendet.

Priorität

Eine Kategorie, die verwendet wird, um die relative Wichtigkeit eines Incidents, Problems oder Change zu identifizieren. Die Priorität basiert auf der Auswirkung und Dringlichkeit und wird eingesetzt, um den erforderlichen Zeitbedarf für die auszuführenden Aktionen zu ermitteln. Ein SLA kann beispielsweise angeben, dass Incidents der Priorität 2 innerhalb von 12 Stunden behoben werden müssen.

Problem

Die Ursache für einen oder mehrere Incidents. Zum Zeitpunkt der Erstellung eines Problem-Records ist die Ursache in der Regel unbekannt. Für die weitere Untersuchung ist der Problemmanagement-Prozess verantwortlich.

Projekt

Eine temporäre Organisation, bei der durch das Zusammenwirken von Personen und anderen Assets ein bestimmtes Ziel oder ein bestimmtes Ergebnis erreicht werden soll. Jedes Projekt verfügt über einen eigenen Lebenszyklus, der in der Regel Projektstart, Planung, Ausführung und Abschluss umfasst. 

Prozess

Ein strukturierter Satz an Aktivitäten, mit deren Hilfe ein bestimmtes Ziel erreicht werden soll. Ein Prozess wandelt einen oder mehrere definierte Inputs in definierte Outputs um. Ein Prozess kann beliebige Rollen, Verantwortlichkeiten, Hilfsmittel und Steuerungen für das Management enthalten, die für eine zuverlässige Bereitstellung der Outputs erforderlich sind. Ein Prozess kann den Anforderungen entsprechend Richtlinien, Standards, Leitlinien, Aktivitäten und Arbeitsanweisungen definieren.

Reaktionszeit (Responsetime)

Beschreibt die Geschwindigkeit, mit der auf bestimmte Ereignisse reagiert wird. Dies könnte die Antwortzeit bei einer Transaktion sein oder die Geschwindigkeit, mit der ein IT-Serviceprovider auf einen Incident oder eine Supportanfrage usw. reagiert

Record (Aufzeichnung)

Ein Dokument, das die Ergebnisse oder andere Outputs eines Prozesses oder einer Aktivität enthält. Records dienen als Beleg dafür, dass eine Aktivität ausgeführt wurde. Sie können auf Papier oder in elektronischer Form vorliegen. Beispielsweise der Bericht eines Audits, ein Incident-Record oder das Protokoll eines Meetings.

Redundanz

Der Einsatz von einem oder mehr zusätzlichen Configuration-Items, um Fehlertoleranz bereitzustellen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff „Redundanz“ auch für ein veraltetes, hinfälliges oder überflüssiges Element verwendet.

Regelbetrieb

Der Regelbetrieb für die Lösung umfasst verschiedene Leistungen, welche zum Ziel haben, dass die Lösung funktionsgemäß und stabil arbeitet und von den Servicenehmern genutzt werden kann. Erst ab Übergabe der Lösung in den Regelbetrieb gelten die vereinbarten Servicelevels.

Ressource

Ein allgemeiner Begriff, der die IT-Infrastruktur, Personen, Geld oder andere Elemente umfasst, die zur Erbringung eines IT-Service beitragen können. Ressourcen werden als Assets einer Organisation betrachtet.

Server

Ein Computer, der mit einem Netzwerk verbunden ist und Softwarefunktionen zur Verfügung stellt, die von anderen Computern verwendet werden.

Serverbetrieb

Der Serverbetrieb umfasst alle Tätigkeiten, die notwendig sind, um den Betrieb der Serversysteme sicherzustellen.

Service

Eine Möglichkeit, einen Mehrwert für Kund*innen zu erbringen, indem das Erreichen der von den Kund*innen angestrebten Ergebnisse erleichtert oder gefördert wird. Dabei müssen die Kund*innen selbst keine Verantwortung für bestimmte Kosten und Risiken tragen. Der Begriff Service wird manchmal als Synonym für Coreservice, IT-Service oder Servicepackage genutzt.

Servicelevel (SL bzw. SL’s)

Messbare und nachweisbare Ergebnisse, die im Hinblick auf ein oder mehrere Servicelevelziele erreicht werden. Der Begriff „Service Level“ wird im Sprachgebrauch auch als Synonym für Servicelevelziel verwendet.

Service-Level-Agreement (Service Level Vereinbarung, SLA)

Eine Vereinbarung zwischen einem IT-Serviceprovider und einem*einer Kund*in. Das SLA beschreibt den jeweiligen IT-Service, dokumentiert Servicelevelziele und legt die Verantwortlichkeiten des IT-Serviceproviders und des*der Kund*in fest. Ein einzelnes SLA kann mehrere IT-Services oder mehrere Kund*innen abdecken.

Serviceprovider

Eine Organisation, die einem oder mehreren internen oder externen Kund*innen Services zur Verfügung stellt. Serviceprovider wird häufig als Kurzform des Begriffs IT-Serviceprovider verwendet.

Servicekatalog

Eine Datenbank oder ein strukturiertes Dokument mit Informationen zu allen live IT- Services, einschließlich der Services, die für das Deployment verfügbar sind. Der Servicekatalog ist Teil des Serviceportfolios und enthält Angaben zu zwei Arten von IT Services: Kund*inneengerichtete Services, die für das Business sichtbar sind, und unterstützende Services, die für den Serviceprovider notwendig sind, um kund*innengerichtete Services bereitzustellen.

Service-Request (Serviceanfrage)

Eine formale Anfrage eine*r Anwender*in nach etwas, das bereitgestellt werden soll, beispielsweise eine Anfrage nach Informationen oder Beratung, danach ein Passwort zurückzusetzen oder einen Arbeitsplatz für eine*n neue*n Anwender*in zu installieren.

Servicezeit

Der vereinbarte Zeitraum, innerhalb dessen ein bestimmter IT-Service verfügbar sein soll. Zum Beispiel „Montag bis Freitag, 08:00 bis 17:00 Uhr, Feiertage ausgenommen“. Servicestunden sollten in einem Service-Level-Agreement festgelegt werden.

Stakeholder

Eine Person, die ein bestimmtes Interesse mit einer Organisation, einem Projekt, einem IT-Service etc. verbindet. Stakeholder können an Aktivitäten, Zielen, Ressourcen oder Ergebnissen interessiert sein. Zu den Stakeholdern können Kund*innen, Anteilsinhabende etc. gehören.

System

Elemente, die zusammenwirken, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Beispiel:

  • ein Computersystem einschließlich Hardware, Software und Anwendungen
  • ein Management-System einschließlich des Frameworks aus Richtlinie, Prozessen, Funktionen, Standards, Leitlinien, Hilfsmitteln und Tools, die gemeinsam geplant und gemanagt werden, wie zum Beispiel ein Quality-Management-System
  • ein Datenbank-Management-System oder Betriebssystem mit zahlreichen Softwaremodulen, die zur Ausführung bestimmter zusammenhängender Funktionen vorgesehen sind.
Systemkomponenten

Systemkomponenten sind die Einzelteile, aus denen ein System besteht. Dies können neben Hardware auch Software oder Services sein.

Systemumgebung

Einzelne Umgebungen eines Systems mit unterschiedlichem Einsatzgebiet (z. B. Produktionsumgebung, Testumgebung, Integrationsumgebung).

Test

Eine Aktivität, mit der überprüft wird, ob ein Configuration Item, IT Service, Prozess usw. den Spezifikationen oder vereinbarten Anforderungen entspricht.

Ticketsystem

Eine Applikation, mit der die Supportorganisation arbeitet, um den Empfang, die Bestätigung, die Klassifizierung und die Bearbeitung von Vorgängen (Tickets, Incidents und Service-Requests) zu bearbeiten und zu dokumentieren. Siehe Calls, Support- und Incident-Tickets

Update

Damit ist eine neue Version der Software gemeint, die einige Mängel behebt und möglicherweise geringfügige Funktionsverbesserungen enthält. Ein Update wurde ausgiebig getestet und wird von der IT normalerweise automatisiert, meist in der Nacht, ausgerollt. (Bei einem Update fallen keine Kosten an)

Upgrade

Ersetzt die bestehende Software durch ein neues Release, welches wichtige neue Funktionen enthält und in der Regel vertraglich vom Lieferanten in regemäßigen Abständen zur Verfügung gestellt wird. (ggf. können auch Kosten anfallen)

Ursache

Die zugrunde liegende oder ursprüngliche Ursache für einen Incident oder ein Problem.

Verfügbarkeit

Fähigkeit eines Configuration-Item oder IT-Service, bei Bedarf die dafür vereinbarte Funktion auszuführen. Die Verfügbarkeit wird durch Aspekte in Bezug auf Zuverlässigkeit, Wartbarkeit, Servicefähigkeit, Performance und Sicherheit bestimmt. Die  Verfügbarkeit wird in der Regel als Prozentwert ausgedrückt, der häufig basierend auf der vereinbarten Servicezeit und der Ausfallzeit berechnet wird. Gemäß der Best-Practice wird die Verfügbarkeit mithilfe von Messgrößen aus dem Geschäftsergebnis des IT-Service berechnet.

Version

Eine Version dient dazu, eine bestimmte Baseline eines Configuration-Item zu identifizieren. Für Versionen wird in der Regel eine Namenskonvention verwendet, anhand derer die Abfolge oder das Datum jeder Baseline identifiziert werden kann. Beispiel: Version 3 der Lohnbuchhaltungs-Anwendung enthält überarbeitete Funktionen aus Version 2.

Virtuelles Privates Netzwerk (VPN)

VPN ist ein Computernetz, das zum Transport privater Daten ein öffentliches Netzwerk (zum Beispiel das Internet) nutzt. Teilnehmer eines VPN können Daten wie in einem internen LAN austauschen. Die einzelnen Teilnehmer selbst müssen hierzu nicht direkt verbunden sein. Die Verbindung über das öffentliche Netzwerk wird üblicherweise verschlüsselt und dadurch vor dem Zugriff anderer abgeschirmt (Tunnel).

Wartungsfenster

Wartungsfenster sind geplante Zeiten, in denen Änderungen am System durchgeführt werden können. Dabei steht das System, abhängig von der Systemarchitektur und der Wartung, gar nicht, mit eingeschränkter Funktionalität oder vollständig (jedoch ohne Redundanzen) zur Verfügung.

Werktag

Ein Werktag bezeichnet den regulären Arbeitstag in einem Land (z. B. Montag bis Freitag in Europa) exklusiv Feiertage in der serviceerhaltenden Lokation. Der Start und Endzeitpunkt des Werktages richtet sich nach den lokalen Gegebenheiten. Siehe Servicezeit

  • No labels

4 Comments

  1. Gateway: Zugangspunkt für den/die Nutzer*in, über den ein sicherer Zugriff auf interne Ressourcen ermöglicht wird. Der Nutzer wird am Gateway authentifiziert und für den Zugriff autorisiert.

  2. Unknown User (earp)

    Von Markus Stöber (Kommentar aus 6.1):

    SAN: Als Storage-Area-Network (SAN) bzw. Speichernetzwerk bezeichnet man im Bereich der Datenverarbeitung ein Netzwerk zur Anbindung von Festplattensubsystemen (Disk-Array) an Server-Systeme. Storage Area Networks sind für serielle, kontinuierliche Hochgeschwindigkeitsübertragungen großer Datenmengen konzipiert worden. Sie basieren heute für hochverfügbare, hochperformante Installationen auf der Implementierung des Fibre-Channel-Standards.

    SAS: Serial Attached SCSI (SAS) ist eine Computerschnittstelle zur schnellen Anbindung von Peripheriegeräten, v.A. Speichersystemen, an Server.

    NLSAS: SAS- Festplatten mit höherer Kapazität und niedrigerer Geschwindigkeit verglichen mit reinen SAS-Festplatten.

    RAID: Ein RAID-System dient zur Organisation mehrerer physischer Massenspeicher (üblicherweise Festplattenlaufwerke oder Solid-State-Drives) zu einem logischen Laufwerk, das eine höhere Ausfallsicherheit oder einen größeren Datendurchsatz erlaubt als ein einzelnes physisches Speichermedium. Der Begriff ist ein Akronym für englisch redundant array of independent disks“, also „redundante Anordnung unabhängiger Festplatten“ .

  3. Unknown User (earp)

    Von Johannes Battenberg (Kommentar aus 7.3):

    SSL (Secure Sockets Layer), ist ein Verschlüsselungsprotokoll zur sicheren Datenübertragung im Internet.

    HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) ist ein Protokoll für den abhörsicheren Zugriff auf Webseiten, die Verbindung wird dabei via SSL verschlüsselt.

  4. Unknown User (sbeetz)

    Kleiner Hinweis: Manche Wörter wie z. B. Coreservice, Redundanzen sind in einer etwas anderen Schriftfarbe vermutlich durch Änderungen. Gleicher Schriftton nicht einstellbar.